Ringer, Menschenkicker, Stockbrot

Beim Kreisjugendfest gab es vieles zu sehen und auszuprobieren - die Besucher waren begeistert!

Der Himmel meinte es gut mit dem Kreisjugendfest. Zahlreiche Besucher erlebten ein Fest, das den vielen Besuchern einen Einblick in die Angebotsvielfalt der Jugendarbeit heimischer Vereine und Verbände gab.

Schon der Auftakt gestaltete sich viel versprechend. Landrat Christian Meißner fand es »einfach großartig«, dass diesmal die Veranstaltung mitten im Herzen der Stadt Lichtenfels stattfand. Er würdigte die Jugendarbeit der Vereine und Verbänden. Der Landrat erinnerte daran, dass diese auch viel zur Stabilität der Entwicklung von Jugendlichen beitragen können.

Nach Michelau (2007), Bad Staffelstein (2009) und Redwitz (2010) war es für Frank Rubner, den Vorsitzenden des Kreisjugendringes, das letzte Kreisjugendfest seiner Amtszeit, die am 5. Mai 2014 endet. Deshalb war es sein größter Wunsch, dass sein letztes Fest in der Kreisstadt stattfindet. »Und zwar mitten auf dem Marktplatz«, sagt Rubner. Ein Wunsch, der ihm seitens der Stadt auch erfüllt wurde. »Die Stadt stand von Anfang an hinter dem Vorhaben und hat alle Wege geebnet«.

Das Kreisjugendfest findet alle zwei Jahr statt. Es bietet den in der Jugendarbeit engagierten Vereinen und Verbänden die Möglichkeit, ihre Arbeit einem breiten Publikum vorzustellen.

Vereine präsentieren sich

Da darunter seien auch solche, die nicht so im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, erklärt Rubner. Vereine, wie die Angler, Kaninchenzüchter oder Modellflieger. In diesem Jahr stellten 31 Teil-nehmer ihr vielfältiges Angebot vor. Neben den Rettungsorganisationen waren auch Sportvereine, Tierfreunde, die Feuerwehrjugend, die Schützen, die Verkehrskadetten, Jugendverbände wie die Pfadfinder, die Naturfreunde sowie die kommunale Jugendarbeit, der Kreisjugendring und das Jugendzentrum vertreten.

Die zentrale Lage mitten in der Korbstadt zog auch jene Besucher an, die normalerweise nicht zur Zielgruppe der Jugendarbeit gehören, die sich aber gerne ein Bild machten. Auch das Wetter tat ein Übriges zum Gelingen des Festes. Am Nachmittag waren viele, viele Menschen auf dem Marktplatz unterwegs. Das Angebot der im Kreisjugendring organisierten Vereine und Verbände war breit gefächert und bot für jede Altersgruppe etwas.

»Es gibt Jugendgruppen, die mit Tieren verbunden sind«, erklärt Anne Fischer vom Kleintierzuchtverein Hochstadt. Sachsengold heißt eine Kaninchenrasse, eine andere Mecklenburger Schecke. Es sind beileibe nicht nur Kinder und jugendliche, die vor den transportablen Kaninchenställen stehen bleiben. »Auch viele Erwachsene sind an unserem Angebot interessiert«, berichtet Fischer, die gleichzeitig stellvertretende Kreisjugendleiterin ist. Immer wieder muss sie eines der Kaninchen aus der Umzäunung holen, damit ein Kleinkind es streicheln kann.

Einige Meter weiter hat der Treffpunkt Hund Michelau seinen Parcours aufgebaut. Die Hundefreunde zeigen einen Ausschnitt aus ihrer Vereinsarbeit. Ein richtiges Camp haben die Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) aufgebaut. Eine alte umfunktionierte Waschmaschinen-Trommel dient als Feuerstelle. Nicht weil es so kalt wäre, sondern zum Backen von Stockbrot. Bei den Pfadfindern haben interessierte Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, Pfadfindertechniken kennen zu lernen. »Wir zeigen interessierten jugendlichen, welche Knoten bei den Pfadfindern gebraucht werden«, erklärt Heike Leipold. Diese durften dann auf einem Brett genagelt als Andenken mit nach Hause genommen werden.

 

»Es ist toll, dass das Kreisjugendfest diesmal mitten in der Stadt ist und nicht außerhalb auf einem Sportplatz.« Reiner Babucke Dekanatsjugendreferent.

 

»Es ist toll, dass das Kreisjugendfest diesmal mitten in der Stadt ist und nicht außerhalb auf einem Sportplatz«, freut sich Dekanatsjugendreferent Reiner Babucke. Das Angebot der Evangelischen Jugend, ein Bilder-Memory, sprach junge Besucher wie auch ihre Eltern an. »Meistens spielen Kinder gegen ihre Eltern«, lautete Babuckes Erfahrungen. »Erstaunlich ist nur, dass die Kinder stärker als die Eltern sind.« Die Bilder zeigten Veranstaltungen der Dekanatsjugend aus den letzten Monaten.

Auf Schatzsuche Jugendkontaktbeamtin Heidi Hansen hat diesmal die Kinder und Jugendlichen auf eine Schatzsuche (Geocaching) durch das Stadtgebiet geschickt. Auch die Feuerwehr und die Wasserwacht waren mit verschiedenen Einsatzfahrzeugen, Gerätschaften und Aktionen vertreten.

Die Ringer zeigten am Vormittag eine praktische Vorführung und der Kinderchor der Mistelfelder Spatzen erfreute mit einem kleinen·Ständchen. - Nur einige der vielfältigen Aktivitäten.

Prominentester Besucher an diesem Nachmittag war Matthias Fack, der Präsident des Bayerischen Jugendrings. Fack würdigte die Arbeit, die in den Vereinen und Verbänden geleistet wird.
 

Text: Gerda Völk, OT vom 24. Juni 2013

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